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Leinsamen

Als Leinsamen bezeichnet man die Samen der Flachspflanze, die meist auf großen Feldern angebaut wird. Leinsamen stammt aus der Familie der Leingewächse (Linaceae) und hat einen wirtschaftlichen Nutzen. Ob als Futter für Tiere oder Gesundheitsnahrung für Menschen, es gibt vielfältige Einsatzbereiche von Leinsamen. Die einjährige Pflanze kann bis zu einem Meter hoch werden und wird meist maschinell geerntet. Ein Anbau in Gärten ist allerdings auch möglich. Bevor der Leinsamen ausgesät werden kann, ist eine Vorbereitung des Felds erforderlich. Der recht anspruchslose Leinsamen ist für Anfänger und erfahrene Hobbygärtner gleichermaßen geeignet. Zu beachten ist, dass ein Feld nicht in zwei Folgejahren bepflanzt werden kann, der Acker muss mindestens ein Jahr ruhen, zwischen zwei Aussaaten. Leinsamen gehört zu den ältesten Heilpflanzen überhaupt, schon in der Jungsteinzeit wurde über die Verwendung von Leinöl die Herstellung von Kleidung aus der Flachspflanze berichtet. Die Heimat der Flachspflanze und damit des Leinsamens ist Europa, hier erfolgt die Anpflanzung bis zur Mittelmeerküste.

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Als Leinsamen bezeichnet man die Samen der Flachspflanze, die meist auf großen Feldern angebaut wird. Leinsamen stammt aus der Familie der Leingewächse (Linaceae) und hat einen wirtschaftlichen Nutzen. Ob als Futter für Tiere oder Gesundheitsnahrung für Menschen, es gibt vielfältige Einsatzbereiche von Leinsamen. Die einjährige Pflanze kann bis zu einem Meter hoch werden und wird meist maschinell geerntet. Ein Anbau in Gärten ist allerdings auch möglich. Bevor der Leinsamen ausgesät werden kann, ist eine Vorbereitung des Felds erforderlich. Der recht anspruchslose Leinsamen ist für Anfänger und erfahrene Hobbygärtner gleichermaßen geeignet. Zu beachten ist, dass ein Feld nicht in zwei Folgejahren bepflanzt werden kann, der Acker muss mindestens ein Jahr ruhen, zwischen zwei Aussaaten. Leinsamen gehört zu den ältesten Heilpflanzen überhaupt, schon in der Jungsteinzeit wurde über die Verwendung von Leinöl die Herstellung von Kleidung aus der Flachspflanze berichtet. Die Heimat der Flachspflanze und damit des Leinsamens ist Europa, hier erfolgt die Anpflanzung bis zur Mittelmeerküste.

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Der von der Flachspflanze stammende Leinsamen (Linum usitatissimum) hat eine Größe von c.a. 5 Millimetern und sind sehr ölhaltig. Aus ihnen wird Leinöl ebenso wie nährstoffhaltiges Futter für Tiere gewonnen.

Wie erfolgt die Aussaat von Leinsamen?

Leinsamen wird nach dem Winter ausgesät, der ideale Zeitpunkt liegt zwischen Ende März und Mitte April. Es erfolgt die direkte Freiaussaat, eine Kultivierung in Töpfen oder als Balkonpflanze ist unüblich und nicht ratsam. Bevor Sie die Samen in die Erde einarbeiten können, muss das Feld von Unkraut befreit werden. Sie sollten einen Bereich auswählen, der nur selten von Unkraut befallen wird, da es die Flachspflanze beim Wachstum stört, wenn Sie häufig harken müssen.

Leinsamen wird am besten in Reihen ausgepflanzt. Pro Reihe sollte ein Abstand von nicht weniger als fünf Zentimetern bestehen. Heben Sie hierzu schmale Reihen mit einer Tiefe von zwei bis drei Zentimetern aus und geben die Samen in einem Abstand von zwei bis drei Zentimetern hinein. Anschließend werden die Reihen mit Erde aufgefüllt und leicht abgedrückt. Die Leinsamen müssen gut angegossen werden, damit sie unterirdisch zu quellen beginnen. Danach erfolgt eine mindestens siebentägige Phase ohne Wasserzufuhr.

Alternativ, bei großen Feldern, ist eine breitwürfige Aussaat möglich. Hierfür werfen Sie die Samen grob über die zu bepflanzende Fläche und arbeiten das Saatgut anschließend mit der Harke ein. Es besteht hier allerdings die Gefahr, dass die einzelnen Pflanzen zu dicht aneinander wachsen, so dass die Einzelaussaat zu bevorzugen ist. Beim industriellen Anbau von Leinsamen wird ausschließlich die maschinelle, breitwürfige Aussaat verwendet.

Welcher Standort ist für Leinsamen geeignet?

Leinsamen stellt recht geringe Ansprüche an seine Umgebung, später Frost kann ihm allerdings gefährlich werden. Ein Platz an voller Sonne ist ideal, damit die Pflanzen zu ihrer vollen Größe (100 cm) heranwachsen können. Steht der Leinsamen schattig, bilden sich häufig nur Pflanzen von geringer Größe (30 - 50 cm) aus. Sie sollten Leinsamen grundsätzlich nicht in Hanglage anbauen, da das Wasser aus dem Boden sonst nach unten rinnt und im unteren Teil des Hangs zu Staunässe, im oberen Teil zu Trockenheit führt.

Der Boden sollte sandig oder lehmig sein, da der Leinsamen recht viele Nährstoffe und Feuchtigkeit benötigt. Bei zu trockenen, krustigen Böden besteht die Gefahr von Staunässe, wenn es übermäßig regnen sollte. Lehmige Böden sind in der Lage Wasser zu speichern, so dass sich die Flachspflanze von selbst mit Flüssigkeit versorgen kann. Der ideale PH-Wert liegt zwischen 5,5 und 6 und sollte bei großen Anbauflächen vorab von Ihnen bestimmt werden. Ungeeignet sind Böden mit einem starken Steinaufkommen, wenn diese nicht vorab beseitigt werden.

Pflegehinweise für Leinsamen

Leinsamen benötigt wenig Pflege, aber recht viel Wasser, damit das Saatgut keimen kann. Sie sollten in regelmäßigen Abstand die Feuchtigkeit der Erde überwachen und in Trockenperioden gut nachgießen. Da Leinsamen einen recht hohen Mineralstoffbedarf hat, ist die Düngung mit einem magnesium- und phosphathaltigen Dünger erforderlich. Die Düngung sollte unmittelbar nach der Aussaat erfolgen und sechs Wochen später noch einmal. Die Blütezeit beginnt im Juni und endet im August, anschließend erfolgt die Ernte. Auf großen Feldern wird maschinell geerntet, die Pflanze muss hierbei mit ihrer Wurzel entfernt werden. Kleine Felder können mit der Hand abgeerntet werden, auch hier müssen Sie die komplette Pflanze aus der Erde entfernen.

Der ideale Erntezeitpunkt ist abhängig von der späteren Verwendung der Pflanze. Es wird in drei Erntestadien unterschieden:

Die Grünreife erkennen Sie daran, dass die Stiele zu einem Drittel blätterfrei sind und der Stiel sich langsam am Ansatz gelb verfärbt. Die Ernte zu diesem Zeitpunkt erfolgt, wenn insbesondere Garn aus den Flachsfasern hergestellt werden soll.

Hat der Leinsamen die Gelbreife erreicht, sind die Stiele bereits bis auf ein Drittel blätterfrei und die Kapseln beginnen eine braune Farbe zu zeigen. In diesem Stadium werden die Flachsfasern für die Herstellung grober Garne und Fasern verwendet.

Wenn die Gewinnung von Saatgut gewünscht ist, sollte bis zur Totreife mit der Ernte gewartet werden. Zu diesem Zeitpunkt finden Sie Stiele ohne Blätter vor, die Kapseln der Pflanze sind nahezu vollständig braun und die Pflanze weist eine deutliche, gelbe Färbung auf.

Einsatzbereich von Leinsamen

Leinsamen hat vielfältige Einsatzbereiche, von der Pflanzenfaser, bis hin zum Samen selbst können alle Bestandteile verwendet werden. Die Pflanzenfasern werden je nach Erntestadium für die Herstellung von Garnen und Faserstoffen verwendet, Flachs wurde bereits vor vielen Jahrhunderten zur Herstellung von Kleidern verwendet.

Das Saatgut wiederum wird zur Gewinnung von Leinöl verwendet oder pur, zu gesundheitlichen Zwecken eingesetzt. Besonders bei der Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden wird in der Naturheilkunde auf Leinsamen geschworen. Da Leinsamen sehr viele Ballaststoffe enthalten, können sie die menschliche und tierische Verdauung auf natürlichem Wege beeinflussen und regulieren. Zudem haben die öligen Samen die Eigenschaft, dass sie Schleimhautentzündungen (Magen, Mund) lindern und sogar heilen können.

Leinsamen ist eine, seit vielen Jahrhunderten angebaute, Nutzpflanze, die auch in der Wirtschaft eine tragende Rolle spielt.

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Als Leinsamen bezeichnet man die Samen der Flachspflanze, die meist auf großen Feldern angebaut wird. Leinsamen stammt aus der Familie der Leingewächse (Linaceae) und hat einen wirtschaftlichen Nutzen. Ob als Futter für Tiere oder Gesundheitsnahrung für Menschen, es gibt vielfältige Einsatzbereiche von Leinsamen. Die einjährige Pflanze kann bis zu einem Meter hoch werden und wird meist maschinell geerntet. Ein Anbau in Gärten ist allerdings auch möglich. Bevor der Leinsamen ausgesät werden kann, ist eine Vorbereitung des Felds erforderlich. Der recht anspruchslose Leinsamen ist für Anfänger und erfahrene Hobbygärtner gleichermaßen geeignet. Zu beachten ist, dass ein Feld nicht in zwei Folgejahren bepflanzt werden kann, der Acker muss mindestens ein Jahr ruhen, zwischen zwei Aussaaten. Leinsamen gehört zu den ältesten Heilpflanzen überhaupt, schon in der Jungsteinzeit wurde über die Verwendung von Leinöl die Herstellung von Kleidung aus der Flachspflanze berichtet. Die Heimat der Flachspflanze und damit des Leinsamens ist Europa, hier erfolgt die Anpflanzung bis zur Mittelmeerküste.

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Der von der Flachspflanze stammende Leinsamen (Linum usitatissimum) hat eine Größe von c.a. 5 Millimetern und sind sehr ölhaltig. Aus ihnen wird Leinöl ebenso wie nährstoffhaltiges Futter für Tiere gewonnen.

Wie erfolgt die Aussaat von Leinsamen?

Leinsamen wird nach dem Winter ausgesät, der ideale Zeitpunkt liegt zwischen Ende März und Mitte April. Es erfolgt die direkte Freiaussaat, eine Kultivierung in Töpfen oder als Balkonpflanze ist unüblich und nicht ratsam. Bevor Sie die Samen in die Erde einarbeiten können, muss das Feld von Unkraut befreit werden. Sie sollten einen Bereich auswählen, der nur selten von Unkraut befallen wird, da es die Flachspflanze beim Wachstum stört, wenn Sie häufig harken müssen.

Leinsamen wird am besten in Reihen ausgepflanzt. Pro Reihe sollte ein Abstand von nicht weniger als fünf Zentimetern bestehen. Heben Sie hierzu schmale Reihen mit einer Tiefe von zwei bis drei Zentimetern aus und geben die Samen in einem Abstand von zwei bis drei Zentimetern hinein. Anschließend werden die Reihen mit Erde aufgefüllt und leicht abgedrückt. Die Leinsamen müssen gut angegossen werden, damit sie unterirdisch zu quellen beginnen. Danach erfolgt eine mindestens siebentägige Phase ohne Wasserzufuhr.

Alternativ, bei großen Feldern, ist eine breitwürfige Aussaat möglich. Hierfür werfen Sie die Samen grob über die zu bepflanzende Fläche und arbeiten das Saatgut anschließend mit der Harke ein. Es besteht hier allerdings die Gefahr, dass die einzelnen Pflanzen zu dicht aneinander wachsen, so dass die Einzelaussaat zu bevorzugen ist. Beim industriellen Anbau von Leinsamen wird ausschließlich die maschinelle, breitwürfige Aussaat verwendet.

Welcher Standort ist für Leinsamen geeignet?

Leinsamen stellt recht geringe Ansprüche an seine Umgebung, später Frost kann ihm allerdings gefährlich werden. Ein Platz an voller Sonne ist ideal, damit die Pflanzen zu ihrer vollen Größe (100 cm) heranwachsen können. Steht der Leinsamen schattig, bilden sich häufig nur Pflanzen von geringer Größe (30 - 50 cm) aus. Sie sollten Leinsamen grundsätzlich nicht in Hanglage anbauen, da das Wasser aus dem Boden sonst nach unten rinnt und im unteren Teil des Hangs zu Staunässe, im oberen Teil zu Trockenheit führt.

Der Boden sollte sandig oder lehmig sein, da der Leinsamen recht viele Nährstoffe und Feuchtigkeit benötigt. Bei zu trockenen, krustigen Böden besteht die Gefahr von Staunässe, wenn es übermäßig regnen sollte. Lehmige Böden sind in der Lage Wasser zu speichern, so dass sich die Flachspflanze von selbst mit Flüssigkeit versorgen kann. Der ideale PH-Wert liegt zwischen 5,5 und 6 und sollte bei großen Anbauflächen vorab von Ihnen bestimmt werden. Ungeeignet sind Böden mit einem starken Steinaufkommen, wenn diese nicht vorab beseitigt werden.

Pflegehinweise für Leinsamen

Leinsamen benötigt wenig Pflege, aber recht viel Wasser, damit das Saatgut keimen kann. Sie sollten in regelmäßigen Abstand die Feuchtigkeit der Erde überwachen und in Trockenperioden gut nachgießen. Da Leinsamen einen recht hohen Mineralstoffbedarf hat, ist die Düngung mit einem magnesium- und phosphathaltigen Dünger erforderlich. Die Düngung sollte unmittelbar nach der Aussaat erfolgen und sechs Wochen später noch einmal. Die Blütezeit beginnt im Juni und endet im August, anschließend erfolgt die Ernte. Auf großen Feldern wird maschinell geerntet, die Pflanze muss hierbei mit ihrer Wurzel entfernt werden. Kleine Felder können mit der Hand abgeerntet werden, auch hier müssen Sie die komplette Pflanze aus der Erde entfernen.

Der ideale Erntezeitpunkt ist abhängig von der späteren Verwendung der Pflanze. Es wird in drei Erntestadien unterschieden:

Die Grünreife erkennen Sie daran, dass die Stiele zu einem Drittel blätterfrei sind und der Stiel sich langsam am Ansatz gelb verfärbt. Die Ernte zu diesem Zeitpunkt erfolgt, wenn insbesondere Garn aus den Flachsfasern hergestellt werden soll.

Hat der Leinsamen die Gelbreife erreicht, sind die Stiele bereits bis auf ein Drittel blätterfrei und die Kapseln beginnen eine braune Farbe zu zeigen. In diesem Stadium werden die Flachsfasern für die Herstellung grober Garne und Fasern verwendet.

Wenn die Gewinnung von Saatgut gewünscht ist, sollte bis zur Totreife mit der Ernte gewartet werden. Zu diesem Zeitpunkt finden Sie Stiele ohne Blätter vor, die Kapseln der Pflanze sind nahezu vollständig braun und die Pflanze weist eine deutliche, gelbe Färbung auf.

Einsatzbereich von Leinsamen

Leinsamen hat vielfältige Einsatzbereiche, von der Pflanzenfaser, bis hin zum Samen selbst können alle Bestandteile verwendet werden. Die Pflanzenfasern werden je nach Erntestadium für die Herstellung von Garnen und Faserstoffen verwendet, Flachs wurde bereits vor vielen Jahrhunderten zur Herstellung von Kleidern verwendet.

Das Saatgut wiederum wird zur Gewinnung von Leinöl verwendet oder pur, zu gesundheitlichen Zwecken eingesetzt. Besonders bei der Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden wird in der Naturheilkunde auf Leinsamen geschworen. Da Leinsamen sehr viele Ballaststoffe enthalten, können sie die menschliche und tierische Verdauung auf natürlichem Wege beeinflussen und regulieren. Zudem haben die öligen Samen die Eigenschaft, dass sie Schleimhautentzündungen (Magen, Mund) lindern und sogar heilen können.

Leinsamen ist eine, seit vielen Jahrhunderten angebaute, Nutzpflanze, die auch in der Wirtschaft eine tragende Rolle spielt.

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Der von der Flachspflanze stammende Leinsamen (Linum usitatissimum) hat eine Größe von c.a. 5 Millimetern und sind sehr ölhaltig. Aus ihnen wird Leinöl ebenso wie nährstoffhaltiges Futter für Tiere gewonnen.

Wie erfolgt die Aussaat von Leinsamen?

Leinsamen wird nach dem Winter ausgesät, der ideale Zeitpunkt liegt zwischen Ende März und Mitte April. Es erfolgt die direkte Freiaussaat, eine Kultivierung in Töpfen oder als Balkonpflanze ist unüblich und nicht ratsam. Bevor Sie die Samen in die Erde einarbeiten können, muss das Feld von Unkraut befreit werden. Sie sollten einen Bereich auswählen, der nur selten von Unkraut befallen wird, da es die Flachspflanze beim Wachstum stört, wenn Sie häufig harken müssen.

Leinsamen wird am besten in Reihen ausgepflanzt. Pro Reihe sollte ein Abstand von nicht weniger als fünf Zentimetern bestehen. Heben Sie hierzu schmale Reihen mit einer Tiefe von zwei bis drei Zentimetern aus und geben die Samen in einem Abstand von zwei bis drei Zentimetern hinein. Anschließend werden die Reihen mit Erde aufgefüllt und leicht abgedrückt. Die Leinsamen müssen gut angegossen werden, damit sie unterirdisch zu quellen beginnen. Danach erfolgt eine mindestens siebentägige Phase ohne Wasserzufuhr.

Alternativ, bei großen Feldern, ist eine breitwürfige Aussaat möglich. Hierfür werfen Sie die Samen grob über die zu bepflanzende Fläche und arbeiten das Saatgut anschließend mit der Harke ein. Es besteht hier allerdings die Gefahr, dass die einzelnen Pflanzen zu dicht aneinander wachsen, so dass die Einzelaussaat zu bevorzugen ist. Beim industriellen Anbau von Leinsamen wird ausschließlich die maschinelle, breitwürfige Aussaat verwendet.

Welcher Standort ist für Leinsamen geeignet?

Leinsamen stellt recht geringe Ansprüche an seine Umgebung, später Frost kann ihm allerdings gefährlich werden. Ein Platz an voller Sonne ist ideal, damit die Pflanzen zu ihrer vollen Größe (100 cm) heranwachsen können. Steht der Leinsamen schattig, bilden sich häufig nur Pflanzen von geringer Größe (30 - 50 cm) aus. Sie sollten Leinsamen grundsätzlich nicht in Hanglage anbauen, da das Wasser aus dem Boden sonst nach unten rinnt und im unteren Teil des Hangs zu Staunässe, im oberen Teil zu Trockenheit führt.

Der Boden sollte sandig oder lehmig sein, da der Leinsamen recht viele Nährstoffe und Feuchtigkeit benötigt. Bei zu trockenen, krustigen Böden besteht die Gefahr von Staunässe, wenn es übermäßig regnen sollte. Lehmige Böden sind in der Lage Wasser zu speichern, so dass sich die Flachspflanze von selbst mit Flüssigkeit versorgen kann. Der ideale PH-Wert liegt zwischen 5,5 und 6 und sollte bei großen Anbauflächen vorab von Ihnen bestimmt werden. Ungeeignet sind Böden mit einem starken Steinaufkommen, wenn diese nicht vorab beseitigt werden.

Pflegehinweise für Leinsamen

Leinsamen benötigt wenig Pflege, aber recht viel Wasser, damit das Saatgut keimen kann. Sie sollten in regelmäßigen Abstand die Feuchtigkeit der Erde überwachen und in Trockenperioden gut nachgießen. Da Leinsamen einen recht hohen Mineralstoffbedarf hat, ist die Düngung mit einem magnesium- und phosphathaltigen Dünger erforderlich. Die Düngung sollte unmittelbar nach der Aussaat erfolgen und sechs Wochen später noch einmal. Die Blütezeit beginnt im Juni und endet im August, anschließend erfolgt die Ernte. Auf großen Feldern wird maschinell geerntet, die Pflanze muss hierbei mit ihrer Wurzel entfernt werden. Kleine Felder können mit der Hand abgeerntet werden, auch hier müssen Sie die komplette Pflanze aus der Erde entfernen.

Der ideale Erntezeitpunkt ist abhängig von der späteren Verwendung der Pflanze. Es wird in drei Erntestadien unterschieden:

Die Grünreife erkennen Sie daran, dass die Stiele zu einem Drittel blätterfrei sind und der Stiel sich langsam am Ansatz gelb verfärbt. Die Ernte zu diesem Zeitpunkt erfolgt, wenn insbesondere Garn aus den Flachsfasern hergestellt werden soll.

Hat der Leinsamen die Gelbreife erreicht, sind die Stiele bereits bis auf ein Drittel blätterfrei und die Kapseln beginnen eine braune Farbe zu zeigen. In diesem Stadium werden die Flachsfasern für die Herstellung grober Garne und Fasern verwendet.

Wenn die Gewinnung von Saatgut gewünscht ist, sollte bis zur Totreife mit der Ernte gewartet werden. Zu diesem Zeitpunkt finden Sie Stiele ohne Blätter vor, die Kapseln der Pflanze sind nahezu vollständig braun und die Pflanze weist eine deutliche, gelbe Färbung auf.

Einsatzbereich von Leinsamen

Leinsamen hat vielfältige Einsatzbereiche, von der Pflanzenfaser, bis hin zum Samen selbst können alle Bestandteile verwendet werden. Die Pflanzenfasern werden je nach Erntestadium für die Herstellung von Garnen und Faserstoffen verwendet, Flachs wurde bereits vor vielen Jahrhunderten zur Herstellung von Kleidern verwendet.

Das Saatgut wiederum wird zur Gewinnung von Leinöl verwendet oder pur, zu gesundheitlichen Zwecken eingesetzt. Besonders bei der Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden wird in der Naturheilkunde auf Leinsamen geschworen. Da Leinsamen sehr viele Ballaststoffe enthalten, können sie die menschliche und tierische Verdauung auf natürlichem Wege beeinflussen und regulieren. Zudem haben die öligen Samen die Eigenschaft, dass sie Schleimhautentzündungen (Magen, Mund) lindern und sogar heilen können.

Leinsamen ist eine, seit vielen Jahrhunderten angebaute, Nutzpflanze, die auch in der Wirtschaft eine tragende Rolle spielt.

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